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andro Botticellis berühmtes
Meisterwerk „Die Geburt
der Venus“ hat Asia Taber,
SKünstlerin und Cannabislieb-
haberin aus Kalifornien, schon
lange in seinen Bann gezogen. Wie sie es
dann aber geschafft hat, dieses Bild auf
ihre eigene, faszinierende Art und Weise
zu inszenieren, und wie es dazu kam, dass
dieses Kunstwerk lange unveröffentlicht
in einer Schublade lag, hat sie uns
exklusiv in einem Interview erzählt.
Asia, wie kam es zu deiner
Passion, dich mit Cannabis
und Kunst zu beschäftigen?
Ich bin ursprünglich nach L.A.
gekommen, um als Model zu
arbeiten. Als ich dann vor zehn
Jahren meinen Partner Waylon
kennenlernte, der aus einer Familie
kommt, die in zweiter Generation in
L.A. Cannabis anbaut, hatte ich
nicht den besten Zugang zu der
Pflanze, auch weil ich damals
Langstreckenläuferin war und
das „Runner’s High“ lieber mochte
als Weed, von dem ich Munchies,
Paranoia und einen trockenen
Mund bekam. Er hat mir dann aber
wie in „Aladdin“ eine ganz neue
Welt eröffnet, als er mir zeigte, dass
Cannabis nicht gleich Cannabis ist!
Während meines Psychologie
Die Fotografin Asia Taber bei der Vorbereitung eines Blütenarrangements aus Cannabis. studiums habe ich dann in weiterer
Folge begonnen, mich mehr mit
den pharmazeutischen Anwendun
gen von Cannabis als Alternative
zu den klassischen medikamentö
Divine sen Behandlungen meiner Pro
bleme – ich hatte damals eine
posttrauma tische Belastungsstö
rung und war depressiv – zu be
schäftigen. Das hat mir dann auf
Femininity vorstellen können. Zur gleichen Zeit
Arten geholfen, die ich mir nie hätte
begleitete ich Waylon an meinen
freien Tagen regelmäßig zu seiner
Arbeit bei 3C Farms und bemerkte,
dass ich mich als Frau und weibli
Exklusiv-Interview mit Asia Taber che Cannabiskonsumentin von den
Publikationen und der Werbung zu
Cannabis überhaupt nicht repräsen
Interview: Philipp Hlatky tiert und angesprochen fühlte. Also
begann ich, selbst Fotos von Blüten
und Pflanzen zu machen, und diese
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