JOIN THE VAPE SIDE

Wir haben für dich die Crème de la Crème der Vaporizer ein Jahr lang getestet. Resultat: unsere Top-3-Dampfmacher!

TOP 1

Mighty von Storz & Bickel

Der Platzhirsch

Aussehen

Über die Ästhetik des Mighty kann man diskutieren, erinnert er doch eher an eine Tauchpumpe fürs Aquarium. Doch einen Schönheitspreis wollten Storz & Bickel damit auch nicht gewinnen, sondern ein Gerät auf den Markt bringen, das an Effizienz, in seiner einfachen Bedienung, Wartung und Haltbarkeit kaum zu schlagen ist.

Bedienung

Einfach und intuitiv! Kammer mit Kräutern befüllen, orangen Knopf drücken, Temperatur einstellen (siehe Info), auf die Vibration warten, die anzeigt, dass die gewünschte Temperatur erreicht ist, und losdampfen. Einfacher geht’s wirklich nicht mehr.

Dampferlebnis

Dichte und schmackhafte Dampfwolken produziert der Mighty. Eine Session kann in der Dauer von 10 bis 20 Minuten variieren, je nachdem auf welchem Temperaturlevel man sich bewegt. Das Upgrade auf ein Glasmundstück eines Drittherstellers lohnt sich definitiv, da das Zugverhalten dadurch nicht mehr so restriktiv ist. Hinweis: Anfangs doch etwas irritierend war der leichte Beigeschmack nach Plastik, der jedoch nach einer Woche komplett verschwunden ist.
Tipp:  Vor dem Erstgebrauch ein paar Leerläufe auf 210 °C durchführen.

Reinigung

Ein Glas mit Isopropanol füllen, die Teile der Kühlkammer einlegen (außer den Dichtungen, diese nur mit einem mit Isopropanol befeuchteten Tuch abwischen), 20 Minuten warten, anschließend mit Wattestäbchen die restlichen Aerosol-Rückstände entfernen, mit warmem Wasser nachspülen, fertig. Bei regelmäßiger Verwendung sollte dieser Reinigungsvorgang ca. alle zwei Wochen durchgeführt werden.

Haltbarkeit

Mittlerweile musste der Mighty bei diversen Outdoorabenteuern das eine oder andere Mal mit dem Boden Bekanntschaft machen. Auch wenn er nicht stoßfest ist: Außer ein paar Kratzern ließ ihn das unbeeindruckt, und er verrichtet nach wie vor verlässlich seine Arbeit.

Akkulaufzeit

Die neueste Version des Mighty verfügt über 25 % mehr Akkulaufzeit und kommt damit auf ca. 90 Minuten Dampferlebnis (entspricht sechs Sessions zu je 15 Minuten). Generell ist die Laufzeit und Dampfleistung bei zwei fix verbauten Lithium-Ionen-Hochleistungsakkus zufriedenstellend. Wir hoffen jedoch noch auf ein Update bei der nächsten Version: austauschbare Akkus und ein Anschluss für eine Powerbank, um auch für längere Ausflüge besser gerüstet zu sein.

Zubehör

Das mitgelieferte Zubehör ist umfangreich und beinhaltet u. a. von Grinder bis Tropfkissen (für Konzentrate) und Dosierkapseln (sehr praktisch für unterwegs) alles, was man für den Start benötigt. Leider steht der Mighty nicht sonderlich gut auf dem Tisch, ein Standfuß ist im Lieferumfang nicht enthalten, kann aber bei Drittherstellern extra bestellt werden.

Stealth-Faktor

Auf jeden Fall! Klein ist er nicht, jedoch durch seine schlichte Erscheinung, geringe Geruchsentwicklung, diskreten Benutz- und Bedienmöglichkeiten recht unauffällig.

Ranking

Rating GRASSHOPPER FullRating GRASSHOPPER FullRating GRASSHOPPER FullRating GRASSHOPPER FullRating GRASSHOPPER Half

4 ½ von 5 Grasshoppern

TOP 2

VapCap von DynaVap

Daily Driver

Aussehen

Von schlicht und einfach in der Edelstahl-­Standard-M-Version zu edel und elegant in den verschiedenen Holzbody- und Titanium-Versionen bis hin zu leuchtend und auffällig in den neuen Sondereditionen ist alles dabei. Die verschiedenen VapCaps lassen sich auf die persönlichen Bedürfnisse abstimmen und individualisieren. Es gibt sie auch in den speziellen NonaVonG- und Omni­VonG-Versionen, die mit Bubblern (kleinen Wasserpfeifen) kompatibel sind. Mit gerade einmal 9 cm in der Standard-M-Version und 10,6 cm in der XL-Version passen sie in den mitgelieferten Plastiktubes problemlos in jede Hosentasche.

Bedienung

Funktioniert genauso einfach, wie ein Marshmallow am Spieß zu braten. Man dreht die VapCap, erhitzt dabei mit einem Jet-Feuerzeug die Cap, die auf die obere Füllkammer gesteckt wird, und wartet auf den Klick. Der Klick signalisiert, wann die Kammer die richtige Temperatur erreicht hat, um mit der Inhalation zu beginnen. Ein weiterer Klick signalisiert, dass man aufhören kann zu inhalieren und die Cap wieder bereit ist, um erhitzt zu werden. Den Temperaturbereich steuert man hier je nachdem, wo die Cap erhitzt wird: weiter oben – Low Temp; je weiter unten – High Temp. In die Füllkammer, die auch locker befüllt werden kann, passen ca. 0,1–0,15 Gramm Kräuter. Die Kammer kann auch verkleinert werden und eignet sich dann optimal für Microdosing. Outdoor ist die Bedienung manchmal etwas kniffelig, zumal das Klicken bei hoher Umgebungslautstärke schwer zu hören ist, helles Tageslicht oft die Flamme des Feuerzeuges nicht erkennen lässt und Wind den Erhitzungsvorgang erschweren kann. Tipp: Bei Outdoorabenteuern am besten ein drei- bis vierflammiges Jet-Feuerzeug verwenden.

Dampferlebnis

Klein, aber oho! Die VapCap ist bestens dazu geeignet, vehemente Raucher zum Dampfen zu bekehren. Pro Füllung sind bei der Titanium-Tip-Version ca. vier bis sechs Inhalationsvorgänge möglich, bei der Edelstahl-Version ca. fünf bis sieben. Der sich entwickelnde Dampf ist schön dicht und gibt das Aroma der Kräuter vor allem in Verbindung mit einem Bubbler deutlich wieder.

Reinigung

Auch hier punktet die VapCap mit einer einfachen und schnellen Reinigung. Einfach alle Teile (bis auf die Holzteile) in Isopropanol einlegen. Mit Pfeifenreiniger und Wattestäbchen die restlichen Rückstände entfernen und mit warmem Wasser abspülen. Bei regelmäßiger Anwendung einmal die Woche empfehlenswert.

Haltbarkeit

Die Edelstahl- und Titanium-Versionen sind bei normaler Benützung so gut wie unkaputtbar und begleiten dich wahrscheinlich ein Leben lang. Die Silikondichtungen sind äußerst robust und langlebig und können einfach getauscht werden. Solange dir also das Butangas für das Jet-Feuerzeug und das Isopropanol zur Reinigung nicht ausgehen, bist du damit auch für die Apokalypse bestens gerüstet.

Zubehör

Leider fällt das etwas mager aus. Bis auf die Plastiktube zur Aufbewahrung und eine Bedienungsanleitung müssen Dichtungen, Wachs (für die Dichtungen) und Siebe extra nachgekauft werden.

Stealth-Faktor

Ist hier lediglich bei der Geruchsentwicklung gegeben. Der Bedienvorgang ist doch sehr auffällig und zieht neugierige Blicke auf sich.

Ranking

Rating GRASSHOPPER FullRating GRASSHOPPER FullRating GRASSHOPPER FullRating GRASSHOPPER FullRating GRASSHOPPER Half

4 ½ von 5 Grasshoppern

TOP 3

Runt von Sticky Brick Labs

Die Lokomotive

Aussehen

Got wood? Definitiv ist das hier der Fall! Wir müssen sagen, dass wir wirklich verliebt sind in die Haptik und Optik dieses handgemachten Legos für Erwachsene aus Kalifornien. Er sieht einfach edel aus, liegt schmeichelnd in der Hand und kann selbst das Wohnzimmerregal dekorativ beglücken. Er besteht aus drei Holzblöcken, die magnetisch miteinander verbunden sind, zwei Dichtungen und zwei Boro­silikatglasröhrchen, wobei der kurze Ansaugstutzen dem Jet-Feuerzeug als Flammeneingang und das größere Mundstück dem Inhalationsvorgang dient. Gut durchdacht und vor allem praktisch ist das griffbereite, eingearbeitete Rührstäbchen. Den Runt gibt es in verschiedenen Holzvariationen von Walnuss bis zu ausgefallenen Hölzern wie Limba oder Padauk.

Bedienung

Praxis benötigt! Der Runt ist eher etwas für fortgeschrittene Dampfer und erfordert eine kleine Lernkurve, bis das Handling sitzt, dann jedoch entfaltet er seine wahre Power. Wie schon bei der VapCap kommt hier ausschließlich das Jet-Feuerzeug als Hitzequelle zum Zug. Man zielt mit dem Feuerstrahl auf den kurzen ­Ansaugstutzen, hält das Kickloch mit dem Finger geschlossen und beginnt mit der Inhalation am langen Mundstück. Die Grenze zwischen Dampferlebnis und nicht gewollter Verbrennung ist schmal. Dienlich ist hier die mitgelieferte Drosselscheibe, die ­eingesetzt unter dem Ansaugstutzen die Chance einer Verbrennung erheblich reduziert.

Dampferlebnis

Die Dampfwolken, die der Runt produziert, sind mächtig, dicht und von vollem Geschmack. Das Holz rundet die Aromen der Kräuter gelungen ab und verleiht dem Dampferlebnis eine besondere Note.

Tipp für Feinschmecker:

Terpenprofile schmeckt man im Runt besonders intensiv, was ihn unverzichtbar für Connaisseure macht.

Reinigung

Nicht viel zu tun! Das Mundstück aus Borosilikatglas kann einfach unter fließendem warmem Wasser ausgespült werden, die Holzblöcke mit weichen Bürsten bzw. Pfeifenreinigern einfach hin und wieder ausputzen. Alle paar Monate empfiehlt es sich, dem Holz etwas Liebe in Form einer geruchlosen und lebensmittelechten Holzpolitur zu geben.

Haltbarkeit

Die anfänglichen Bedenken unserer Redaktion, dass der Runt aufgrund seiner eingeschränkten Reinigungsmöglichkeiten bald wieder im Regal landen würde, sind passé. Da die Dampfentwicklung eine sehr trockene ist, kommt es zu keinen klebrigen Konzentratrückständen und es wird auch sonst nichts schmierig. Rückstände gleichen eher einem feinen Staub, der einfach weggebürstet werden kann. Natürlich nimmt das Holz die Aromen der verdampften Kräuter mit der Zeit auf, jedoch unterstreicht das nur die Geschmackscharakteristik des Runts.

Zubehör

Vorbildlich und umfangreich. Hier ist wirklich alles dabei, was man für den Start und auch im Laufe der Benützung benötigt, wie Jet-Feuerzeug, Ersatzsiebe, Drosselscheibe und Rührstäbchen. Eine passende Holzpolitur wird als Extra angeboten.

Stealth-Faktor

Ungefähr so unauffällig wie ein Elefant im Porzellanladen. Die Dampfwolken sind für einen Vaporizer voluminös und intensiv im Geruch, auch die Bedienung gestaltet sich alles andere als diskret. Aber das ist in Ordnung, der Runt ist auch für zu Hause ­gemacht.

Rating GRASSHOPPER FullRating GRASSHOPPER FullRating GRASSHOPPER FullRating GRASSHOPPER FullRating GRASSHOPPER Empty

4 von 5 Grasshoppern

FOTOS: THE GRASSHOPPER Media
REDAKTION: Andreas Buchrieser